Das Verhältnis von Natur, Naivität und Genie. Über Schillers „Naive und sentimentalische Dichtung“
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„Über naive und sentimentalische Dichtung“ erschien erstmals 1795 und 1796 in der Zeitschrift „Die Horen“ in drei Folgen und dann als Buch im Jahre 1800. Sie bildet den Abschluss einer philosophischen Trilogie, die mit der Abhandlung „Über Armut und Würde“ begann und dann mit dem Werk „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ fortgesetzt wurde. Der Schiller-Experte Helmut Koopmann bezeichnet die Abhandlung u.a. als „eine Ortbestimmung der Moderne“, als „eine kulturphilosophische Schrift großen Ausmaßes“, ebenso „Kulturkritik im weitesten Sinne“ und „eines der wichtigsten klassischen Manifeste“ zugleich. Schiller selbst gehört zu jenen, die der Dichtung eher einen moralisch-menschlichen Auftrag zugestehen. Ihm zufolge sollte die Poesie z.B. eine zentrale Rolle auf dem Weg der Menschheit zu ihrer Vollendung spielen. Anhand verschiedener wichtiger, zentraler und wegweisender Begriffe betrachtet der Autor hier in logischer Abfolge diese Schillers Abhandlung.
