„OPTISSIMISMUS“ ANGESICHTS DER FREMDAKZEPTANZ: EINE EXEMPLARISCHE UNTERSUCHUNG ZU RIESZS/PRÉDHUMEAUS DER ZWIESPALT DES SAMBA DIALLO (VERDEUTSCHTER VERSION VON C. H. KANES ROMAN L’AVENTURE AMBIGUË)

Abstract

Diese Studie sucht, den Roman Der Zwiespalt des Samba Diallo hinsichtlich typischer Einstellungen analytisch-interpretatorisch zu reflektieren, die sich bei der Frage nach der Fremdakzeptanz - ob bejahend oder ablehnend - jeweils geltend machen (könnten); und zwar von der Grundeinsicht ausgehend, dass bei der Auseinandersetzung einander fremder Kulturen miteinander unbeachtet der positiven Aspekte unter Umständen ebenfalls Schattenseiten zu bedenken, ja gar zu befürchten sind. Angesichts der voranschreitenden - sit venia verbo - „Einswerdung" der Welt lässt sich nämlich zwar Optimismus allerdings - bedingt zu Recht - auch Pessimismus, also schlicht - s. v. v. - „Optissimismus“ hegen. Interpretationsmethodisch wird mit einer hermeneutisch angelegten Herangehensweise operiert, wobei unter neutral reflektierender Sichtung der zentral erörterten existentiellen Problematik der Selbst--vs.- Fremdbestimmung ein interessantes Licht auf mögliche Erfolgsaussichten auf das Phänomen der In- bzw. Akkulturation geworfen und damit der untersuchte Roman hinsichtlich des Konzepts der Fremdakzeptanz neu perspektiviert wird. Hierzu wird das Konzept von (kultureller) Alterität ebenso anschaulich beleuchtet, wie typische Momente der interkulturellen Auseinandersetzung zutage gefördert. Über die im Begriff "Optissimismus" geleistete neologische Wortprägung wird zudem eine neue Deutungsperspektive zur Problematik der Fremdakzeptanz unter mittelbarer Bezugnahme auf die zwar vielversprechenden, jedoch mit unabsehbaren Folgen verknüpften Globalisierungsvorgänge aufgezeigt.

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