Todesbilder in Goethes „Wahlverwandtschaften“

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Sucherverlag

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Trotz der vielen Interpretationen und Versuche hat die Forschung über Goethes Roman „Die Wahlverwandtschaften“ noch bisher zu keinem „kritischen Konsens“ geführt. Während die einen das Werk als „Kunstroman“ betrachten, deuten die anderen „Die Wahlverwandtschaften“ als ein „Ehe- und Gesellschaftsroman“. Im Mittelpunkt der Debatte steht auch das Verhältnis des Romans zur Romantik. W. J. Lillyman und G. Bersier zufolge sind Die Wahlverwandtschaften als Kritik und Parodie der Romantik zu verstehen. Obwohl das Werk von der Forschung intensiv behandelt worden ist, fehlt bis heute eine eingehendere Untersuchung zu einem seiner zentralen strukturbildenden Themen: zu der Thematik des Todes. Ungeachtet der verschiedenen Untersuchungen des Romans aus neuerer Zeit, ergibt sich der erstaunliche Befund, dass keine unter ihnen das Thema Tod im Besonderen behandelt, obwohl fast keine versäumt, das Thema wenigstens anzusprechen. Daher setzt sich dieses Buch die Behandlung des Themas Tod als Teilaspekt des Werks, aber auch als Ausgangspunkt für die Interpretation der Wahlverwandtschaften zum Ziel. Im Lichte der Analyse des Todessinns und der Todessymbolik in der Konstellation der Romanfiguren wird die Untersuchung der verschiedenen Todesfälle in dem Roman detailliert in Augenschein genommen.

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