„Autokratie- oder Demokratieförderung durch Europa? Eine postkoloniale Kritik aus der Sicht der Afrika-Literatur“

Loading...
Thumbnail Image

Date

Journal Title

Journal ISSN

Volume Title

Publisher

Abstract

Es ist mittlerweile ein offenes Geheimnis, dass autoritäre Systeme und Regime in Afrika nicht nur von Chinas Eintritt in die Welrücktwirtschaft profitieren, sondern auch von globalstrategischen Entwicklungen wie dem Kampf gegen Terrorismus und den wirtschafts- bzw. machtpolitischen Dynamiken Russlands in Afrika. Die Feststellung der gegenwärtigen allgemeinen Regression der Demokratie in Afrika führt zu einer zunehmend hörbaren Kritik, wonach externe Demokratieförderung und Förderung der Autokratie zwei Seiten derselben Medaille seien, denn Europa würde nicht wirklich Demokratie fördern, sondern Abhängigkeits- und Ausbeutungsverhältnisse der globalisierten Wirtschaft. Vor diesem Hintergrund findet die postkoloniale Kritik ihren herkömmlichen Angriffswinkel bestätigt, nämlich den afrikanischen Kontinent als Ort des Wettbewerbs zwischen westlichen und nicht-westlichen Interessen. Demokratiedefizite in Afrika werden als koloniale Hinterlassenschaft verstanden. Die in diesem Kontext formulierten Argumente werden auch, wie in diesem Beitrag zu zeigen sein wird, in den Texten der Afrika-Literatur inszeniert. Diese Texte von afrikanischen (kosmopolitischen) und europäischen Autor*innen spielen in Afrika und tragen dazu bei, die postkoloniale Literaturkritik an der Autokratieförderung zu formulieren.

Description

Citation

Collections

Endorsement

Review

Supplemented By

Referenced By